Monatsarchiv: Januar 2012

Die Schändung afghanischer Kämpfer durch US-Marines und das Risiko vergleichbarer Exzesse durch Soldaten der Bundeswehr

Das Video, auf dem amerikanische Marines zu sehen sind, die auf getötete afghanische Kämpfer urinieren, hat die Welt geschockt. Mittlerweile besteht Klarheit darüber, dass dieses Video, das von bislang Unbekannten ins Internet gestellt wurde, echt ist. Die zuständigen amerikanischen Stellen habe eine umfassende Untersuchung und die Bestrafung der Schuldigen zugesagt. Im Folgenden soll versucht werden zu erklären, wie es zu einer solchen Tat kommen konnte. Dazu ist es erforderlich, das menschenverachtende Verhalten der Soldaten in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext zu stellen, weil kein Soldat auf dieser Welt allein von sich aus auf einen getöteten oder gefallenen Gegner uriniert. Weiterlesen

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Afghanistan zum Beginn des Jahres 2012

Zwei Jahre, bevor die internationale Schutztruppe offiziell mit dem Abzug ihrer Soldaten beginnen will – einige Staaten, wie z.B. die Niederlande (Abzug Ende 2010) haben ihre Soldaten bereits aus Afghanistan abgezogen – soll im Folgenden die entscheidenden Faktoren aufgezeigt werden, von denen es abhängen wird, ob Afghanistan nach dem Abzug der ISAF Truppen, wirklich eine Chance auf eine eigenständige Zukunft hat. Auf der Petersberg Konferenz sollte dafür das Fundament gelegt werden.
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Der Irak nach dem Abzug der amerikanischen Kampftruppen

Am 14. Dezember 2011 verkündete US-Präsident Barak Obama in Fort Braig vor den Angehörigen der 82. Luftlandedivision das Ende des Krieges, eines Krieges, der am 20. März 2003 mit dem völkerrechtswidrigen Einmarsch amerikanischer und britischer Soldaten in den Irak begonnen hatte. Am 15. Dezember hieß es in Bagdad, im Beisein von US-Verteidigungsminister Leon Panetta: „Holt die Fahnen ein.“ Am 18. Dezember um 02:30 Uhr überquerten die letzten 500 amerikanischen Soldaten die irakisch-kuwaitische Grenze. Aus Sicherheitsgründen hatte man die irakischen Übersetzer vorab darüber nicht informiert und noch am 17. Dezember die lokalen Scheichs durch Routine-Telefonate in dem Glauben eines „business as usual“ gelassen. Weiterlesen

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